Karate

Das traditionellen Karate-Do wird von drei Säulen geprägt

Das Kihon (=die sog.Grundschule)

KIHON(=Grundschule) hier werden die einzelnen Karate-Techniken ohne Partner erlernt und immer wieder geübt;

die Technik erfolgt aus der Entspannung heraus und erreicht im Endpunkt die volle Anspannung, wodurch die gesamte Energie für kurze Zeit auf einen Punkt konzentriert ist (=KIME)

das KIHON ist das grundlegendste Element im Karate-Do; auf ihm aufbauend können erst gute Techniken oder Katas entwickelt werden;

das üben der Grundtechniken ist ein elementarer Bestandteil des Trainings von Anfänger

Das Kumite (=Partnerübung/Kampf)

die in der Grundschule erlernten Techniken werden mit Partner geübt, ein Partnergefühl für Distanz, Reaktion u. Timing erlernt wird;

die Endform stellt der „freie Kampf“ dar; hierbei sind die Techniken nicht mehr vorgegeben; sie werden mit vollem Einsatz ausgeführt, müssen jedoch vor dem realen Auftreffen gestoppt werden;

Kata (=Stil/Perfektionsübung)

eine Kata ist ein Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner;

die einzelnen Stellungen, die atembetonte und blitzartige Ausführung der Techniken sind festgelegt und beruhen auf jahrhunderte alten Traditionen;

die meisten KATA`s beinhalten den Wechsel zwischen langsamen und sehr schnellen Technikkombinationen und bestehen aus einer Vielzahl von Bewegungen;

neben der technischen Perfektion fördert die KATA besonders die innere Haltung (Ruhe, Stabilität, Gelassenheit);

Was ist Karate?

 – Das weiß doch jeder! – Weiß es wirklich jeder? Auf der Suche nach einer allgemeingültigen Definition stoßen wir zunächst auf den rein körperlichen Aspekt:

„Beim Karate lernt man, genau gezielte Schläge, Tritte und Stöße auf empfindliche Körperstellen auszuteilen aber gleichzeitig auch, solche Angriffe abzuwehren.“

Da diese Tätigkeiten ein hohes Maß an Körperbeherrschung verlangen und entwickeln, kann man von Karate auch als von einer Kampfkunst sprechen. Gichin Funakoshi, der Vater des modernen Karate, betonte, daß Karate, wie die anderen japanischen Kampfkünste ein Weg (jap.=DO) sei, seine Gesamtpersönlichkeit (Körper und Geist) laufend zu vervollkommnen im Sinne einer körperlichen und geistigen Meisterung des ICH.Von Karate-Do kann man also nur dann sprechen, wenn die innere Einstellung stimmt, wenn nicht der Sieg über andere (heute im sportlichen Wettkampf) das wichtigste und einzige Ziel ist, sondern der Sieg über sich selbst. Das Ziel ist nicht Äußerlich, ist nicht sichtbar, sondern liegt in Dir selbst. Erfolge auf diesem Weg (=DO) sind nicht meßbar, sind auch nicht kurzfristig erreichbar, sondern das Ergebnis jahrelanger Bemühungen. Auch der sportliche Wettkampf hat seine Berechtigung, er sollte jedoch nicht als einziges Ziel angesehen werden. Karate-Do ist eine Kampfkunst, die auch den sportlichen Wettkampf ermöglicht. Wichtig dabei ist nur, daß die innere Einstellung stimmt, daß der Wettkampferfolg nicht das Wichtigste wird. (Karate-Pionier A.Pflüger, Karate Journal 6/87) Es gibt viele Geschichten und Legenden zur Entstehung der Kampfkünste. Eine davon handelt und den indischen Mönch Ta Mo (Bodhidharma oder jap. Daruma) der im 6. Jahrhundert nach China reiste um dort den buddhistischen Glauben zu verbreiten. Er entwickelte ursprünglich eine Reihe von Übungen, um die Fitneß der Mönche zu erhalten. Hierbei entstand das sog. Tempelboxen (Shao-Lin), der Uran aller von China beeinflußten verwandten Kampfarten. Das Karate, welches wir betreiben, geht auf Gichin Funakoshi zurück, der es 1915 in Tokio erstmalig öffentlich vorführte. Es entstand auf der Insel Okinawa, als Selbstverteidigung und wurde lange Jahre nur im Verborgenen praktiziert. Heute ist es ein Weg körperlichen Fitneß sowie ein Mittel der Selbstverteidigung. Ebenso sind sportliche Wettkämpfe möglich. Beim traditionellen Karate wird auf Trefferwirkung verzichtet. Jedoch wird jeder Schlag oder Tritt mit voller Wucht und Schnelligkeit ausgeführt, aber kurz vor dem Ziel gestoppt, wenn der Partner nicht oder zu spät abwehrt.

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